Aston Martin bereitet für den Ungarn-Grand-Prix 2026 ein bedeutendes Upgrade für den AMR26 vor, das vor allem aerodynamische Verbesserungen und eine Gewichtsreduktion umfasst. Trotz der umfangreichen Überarbeitungen bleibt die Frontaufhängung weitgehend unverändert, ebenso wie Motor und Getriebe, wobei Letzteres weiterhin als problematisch gilt. Das Chassis wurde leichter gestaltet und musste erneut die erforderlichen Crashtests bestehen.
Adrian Newey, der technische Leiter des Teams, hatte ursprünglich ein Hochrake-Konzept verfolgt, das nun jedoch überdacht wird. Das Team erwartet, dass die volle Leistungsfähigkeit des Upgrades erst nach einigen Rennen erreicht wird. Aston Martin will mit diesem Schritt den Rückstand auf die Konkurrenz verringern, ohne dabei konkrete Leistungsziele zu versprechen.
Teamchef Mike Krack betont, dass weitere Entwicklungsschritte notwendig sind und das Upgrade keinen „Make-or-Break“-Moment darstellt. Die Investitionen von Lawrence Stroll in das Team, einschließlich einer neuen Fabrik und der Verpflichtung von Top-Ingenieuren, unterstreichen die langfristige Ausrichtung des Rennstalls.
Der Fokus des Upgrades liegt klar auf der Aerodynamik und der Gewichtsoptimierung, während die Frontaufhängung bewusst unverändert bleibt, um bestehende Probleme nicht zu verschärfen. Motor und Getriebe bleiben ebenfalls weitgehend gleich, was auf anhaltende Herausforderungen bei der Antriebseinheit hindeutet. Die erneute Leichtbauweise des Chassis erforderte eine weitere Runde von Crashtests, um die Sicherheit und Reglementkonformität zu gewährleisten.
Valtteri Bottas äußerte sich vor dem Ungarn-Grand-Prix vorsichtig optimistisch und wies darauf hin, dass bis auf die Frontaufhängung nahezu alle Komponenten neu sind. Diese Einschätzung verdeutlicht den Umfang der geplanten Änderungen, die aber nicht als radikaler Umbruch, sondern als vorsichtiger Schritt zu verstehen sind.
Die Entscheidung, das Hochrake-Konzept zu überdenken, zeigt, dass Aston Martin flexibel auf die bisherigen Erfahrungen reagiert und die technische Entwicklung nicht dogmatisch verfolgt. Die erwartete Verzögerung bei der vollständigen Performance-Entfaltung unterstreicht die Komplexität der Anpassungen und die Notwendigkeit weiterer Feinarbeiten im Verlauf der Saison.
Mit Blick auf die Investitionen von Lawrence Stroll und die Verpflichtung erfahrener Ingenieure wird deutlich, dass Aston Martin langfristig plant und sich nicht auf kurzfristige Erfolge fokussiert. Das Upgrade ist ein wichtiger Schritt, um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern, bleibt aber Teil eines größeren Entwicklungsprozesses.
Für Aston Martin bleibt vor allem wichtig, die beschriebenen Herausforderungen bei Antriebseinheit und Chassis schrittweise zu adressieren und die Balance des Autos zu optimieren, um den Rückstand im Umfeld der Königsklasse des Motorsports zu verringern.
