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McLaren zögert bei rotierendem Heckflügel

McLaren zögert bei rotierendem Heckflügel

FansBRANDS® Team |

McLaren hat die Einführung seines rotierenden Heckflügels im Umfeld der Formula 1® bisher zurückhaltend gestaltet. Obwohl das Team aus Woking das sogenannte „Macarena“-Konzept testete, wurde bislang kein konkretes Datum für den Einsatz im Rennen genannt. Die Verzögerung hängt nicht mit den Schwierigkeiten von Red Bull zusammen, die ein ähnliches System vorübergehend pausierten.

Die Herausforderung liegt vielmehr in der technischen Komplexität, die mit der Fahrzeugkontrolle beim Umschalten zwischen dem Straight Line Mode (SLM) und dem Kurvenmodus verbunden ist. McLaren testete den Flügel erstmals im ersten freien Training in Ungarn an Oscar Piastris Auto, setzte ihn danach aber nicht mehr ein. Das Team arbeitet intensiv daran, die Balance des Autos während des Umschaltvorgangs zu optimieren.

Die aerodynamische Wiederanströmung nach dem Umschalten dauert nur Bruchteile einer Sekunde, beeinflusst jedoch die Fahrzeugbalance erheblich und ist schwer zu simulieren. Um realistische Daten zu erhalten, führte McLaren umfangreiche Messungen mit Aero-Rakes hinter den Hinterrädern durch, da Windkanaltests und CFD-Analysen nur begrenzt aussagekräftig sind.

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Im Vergleich zu Red Bull und Ferrari unterscheidet sich McLarens Ansatz technisch. Der Heckflügel wird zentral über einen Aktuator gesteuert und schwenkt nach vorne, ähnlich wie bei Red Bulls Lösung. Ferrari war das erste Team, das einen rotierenden Heckflügel einsetzte, dessen technische Umsetzung sich jedoch von den Konzepten der anderen beiden Teams unterscheidet.

Red Bull pausierte den Einsatz seines Flügels nach Unfällen von Max Verstappen, da eine verzögerte Wiederanströmung als mögliche Ursache für Instabilität vermutet wurde. McLaren hingegen verfolgt einen vorsichtigen und pragmatischen Ansatz, um die technische Umsetzung zu perfektionieren und die Fahrzeugkontrolle nicht zu gefährden.

Teamchef Andrea Stella bezeichnete das Projekt als komplex, lobte aber die technische Umsetzung und die Übereinstimmung der Messergebnisse mit den Erwartungen. Die Herausforderung besteht darin, die Balance des Autos beim Umschalten des Flügels so zu steuern, dass keine unerwarteten Instabilitäten auftreten.

Die Entscheidung, den rotierenden Heckflügel noch nicht im Rennen einzusetzen, spiegelt die Priorität wider, das Fahrzeugverhalten unter realen Bedingungen genau zu verstehen und zu kontrollieren. McLaren will keine Risiken eingehen, die sich negativ auf die Performance oder die Sicherheit auswirken könnten.

Die Entwicklung des rotierenden Heckflügels zeigt, wie anspruchsvoll technische Innovationen in der Königsklasse des Motorsports sind. McLaren konzentriert sich darauf, die gewonnenen Daten sorgfältig auszuwerten und die aerodynamischen Effekte präzise zu steuern, bevor das System im Renneinsatz zum Tragen kommt.

Die Verzögerung bei der Einführung des neuen Heckflügels ist somit ein Ausdruck der technischen Vorsicht und der hohen Anforderungen an die Fahrzeugkontrolle. McLaren arbeitet daran, das System so zu optimieren, dass es einen echten Vorteil bietet, ohne die Stabilität des Autos zu beeinträchtigen.