Die FIA hat die Ergebnisse der neuesten ADUO-Bewertung (Additional Development and Upgrade Opportunities) für die Antriebseinheiten der Königsklasse des Motorsports veröffentlicht. Dabei wurde der Verbrennungsmotor von Red Bull-Ford offiziell als der leistungsstärkste Motor eingestuft. Die Analyse umfasst die ersten elf Rennen der Saison 2026, von Melbourne bis Budapest.
Die Bewertung zeigt, dass Mercedes mit einem Rückstand von etwa 2 bis 4 Prozent hinter Red Bull liegt. Audi, Ferrari und Honda folgen mit einem Abstand von mehr als 4 Prozent. Dabei berücksichtigt die ADUO-Bewertung ausschließlich die Leistung des Verbrennungsmotors und nicht die gesamte Hybridleistung der Antriebseinheiten.
Interessanterweise wurde die neue Honda-Antriebseinheit, die beim niederländischen Grand Prix eingeführt wurde, in dieser Bewertung noch nicht berücksichtigt. Für die Saison 2026 erhielten Mercedes eine zusätzliche Homologation, während Audi, Ferrari und Honda jeweils zwei Homologationen für 2026 und 2027 genehmigt wurden. Im aktuellen Bewertungszeitraum wurden keine weiteren Homologationen vergeben.
Red Bull zeigte sich mit den ADUO-Ergebnissen unzufrieden und forderte eine Neubewertung nach dem Grand Prix von Kanada, die jedoch von der FIA abgelehnt wurde. Nikolas Tombazis, Direktor für Einsitzer bei der FIA, betonte die Gründlichkeit der Analyse und die Vertraulichkeit der zugrunde liegenden Daten. Die ADUO-Ergebnisse dienen als wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung der Antriebseinheiten und die Vergabe von Homologationen.
Im Fahrerlager äußerten sich auch Teamvertreter zu den Ergebnissen. Toto Wolff sieht Mercedes weiterhin als den stärksten Motor an, während Laurent Mekies die Einstufung von Red Bull als stärkste Antriebseinheit bestätigt. Diese unterschiedlichen Einschätzungen spiegeln die Komplexität der Leistungsbewertung in der Königsklasse wider, da neben dem Verbrennungsmotor auch die Hybridkomponenten eine entscheidende Rolle spielen.
Die ADUO-Bewertung konzentriert sich ausschließlich auf den Verbrennungsmotor und lässt somit die Hybridleistung unberücksichtigt. Dies ist ein wichtiger Aspekt, da die Gesamtleistung der Antriebseinheit maßgeblich von der Kombination aus Verbrennungsmotor und Hybridkomponenten abhängt. Die Ergebnisse geben daher nur einen Teil des Gesamtbildes wieder.
Die Vergabe der Homologationen für 2026 und 2027 zeigt, dass die FIA den Teams weiterhin Entwicklungsmöglichkeiten einräumt, um die Antriebseinheiten zu verbessern. Gleichzeitig sorgt die strikte Kontrolle für einen fairen Wettbewerb und begrenzt die Kostenentwicklung im Umfeld der Königsklasse des Motorsports.
Die Veröffentlichung der ADUO-Ergebnisse bietet einen transparenten Einblick in die technische Entwicklung der Antriebseinheiten und unterstreicht die Bedeutung der Motorenperformance im Wettbewerb. Für Honda und Aston Martin bleibt vor allem wichtig, die beschriebenen Probleme Schritt für Schritt einzuordnen.
