Die FIA hat nach den Unfällen von Max Verstappen in Spielberg und Silverstone im Jahr 2026 eine Untersuchung der rotierenden Heckflügel von Red Bull Racing und Ferrari eingeleitet. Ziel ist es, sicherzustellen, dass diese innovativen aerodynamischen Komponenten alle Sicherheitsanforderungen erfüllen.
Ferrari brachte den sogenannten „Macarena wing“ erstmals in der Saison 2026 zum Einsatz, während Red Bull unabhängig davon eine eigene Variante entwickelte. Dabei zeichnet sich Red Bulls Heckflügel durch eine aggressivere Öffnungsgröße aus, die einen stärkeren Abbau des Luftwiderstands ermöglicht.
Max Verstappen war bei zwei Unfällen betroffen, die auf unterschiedliche Probleme mit dem Heckflügel zurückzuführen sind. Nach dem Crash in Silverstone bezeichnete er die Situation als „super gefährlich“, was die FIA veranlasste, zusätzliche Informationen von beiden Teams anzufordern.
Die FIA überprüft insbesondere, ob die maximale Übergangszeit von 400 Millisekunden beim Schließen des rotierenden Heckflügels eingehalten wird. Diese Vorgabe ist entscheidend, um plötzliche und unerwartete Veränderungen im aerodynamischen Verhalten zu vermeiden, die die Sicherheit der Fahrer beeinträchtigen könnten.
Red Bull erwägt derzeit, ob der rotierende Heckflügel beim nächsten Rennen in Spa eingesetzt wird. McLaren arbeitet ebenfalls an einem ähnlichen System, ist aber bislang nicht Teil der aktuellen FIA-Anfrage. Die Sicherheitsüberprüfung durch die FIA betrifft somit vorerst nur die Systeme von Red Bull und Ferrari.
Die Untersuchung zeigt, wie wichtig die Balance zwischen technischer Innovation und Fahrersicherheit in der Königsklasse des Motorsports ist. Die rotierenden Heckflügel bieten aerodynamische Vorteile, doch müssen sie gleichzeitig strengen Sicherheitsstandards entsprechen, um Risiken im Renngeschehen zu minimieren.
Die Ergebnisse der FIA-Prüfung könnten Auswirkungen auf die künftige Zulassung und Entwicklung solcher Systeme haben. Dabei steht die Gewährleistung der Sicherheit der Fahrer im Vordergrund, ohne die technischen Fortschritte unnötig zu behindern.
Die aktuelle Situation unterstreicht die Herausforderungen, denen sich Teams und Regulierungsbehörden im Umfeld der Formula 1® gegenübersehen, wenn neue Technologien eingeführt werden. Die genaue Einhaltung der technischen Vorschriften bleibt ein zentrales Thema für die Sicherheit und Fairness im Rennbetrieb.
