Im Training zum Azerbaijan Grand Prix 2026 zeigte sich ein interessantes Bild der Kräfteverhältnisse zwischen den Teams. Lewis Hamilton belegte im ersten Freien Training den dritten Platz, knapp hinter der Bestzeit, während Charles Leclerc auf Rang vier folgte. Beide lagen jeweils etwa vier Zehntelsekunden hinter der Spitze, was auf ein enges Feld hindeutete.
Im zweiten Training verschlechterte sich die Performance von Ferrari jedoch spürbar. Hamilton wurde Fünfter, Leclerc belegte erneut den vierten Platz, doch der Rückstand auf die Spitze wuchs auf über eine Sekunde an. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass andere Teams in Baku einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht haben.
Lewis Hamilton äußerte sich dahingehend, dass andere Teams einen Fortschritt erzielt hätten, obwohl Ferrari am Auto keine wesentlichen Veränderungen vorgenommen habe. Zudem hob er die Schwierigkeit hervor, mit den Reifen umzugehen, da das optimale Grip-Fenster sehr schmal sei.
Hamilton betonte außerdem, dass Mercedes auf den Geraden einen Vorteil gegenüber Ferrari habe, was sich in der Performance widerspiegelt. Das Team aus Brackley konnte offenbar seine Geradeausgeschwindigkeit besser nutzen, was auf der Strecke in Baku ein wichtiger Faktor ist.
Ferrari-Teamchef Fred Vasseur verwies auf die besonderen Herausforderungen der Strecke in Baku und erinnerte an vergangene Schwierigkeiten des Teams auf diesem Kurs. Die komplexen Bedingungen machen es für Ferrari schwer, die optimale Balance zu finden und die Performance konstant abzurufen.
McLaren zeigte im Training ebenfalls eine starke Pace, konnte diese jedoch nicht in schnelle Rundenzeiten ummünzen, da Probleme auftraten, die eine schnelle Runde verhinderten. Dies unterstreicht die enge Konkurrenzsituation und die Bedeutung von Zuverlässigkeit und Setup.
Die Reifen spielten bei der Performance eine entscheidende Rolle. Das schmale Fenster für optimalen Grip erschwerte den Fahrern die Arbeit, was sich auf die Rundenzeiten auswirkte. Die Teams müssen daher besonders auf den Umgang mit den Reifen achten, um konkurrenzfähig zu bleiben.
Insgesamt zeigt sich, dass Ferrari vor der Herausforderung steht, in Baku noch mehr Leistung zu finden, um mit den Fortschritten der Konkurrenz mithalten zu können. Die Trainingssessions geben erste Hinweise auf die Kräfteverhältnisse, wobei die nächsten Einheiten weitere Klarheit bringen dürften.
