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Binotto und Audi fordern Überarbeitung des ADUO-Systems

Binotto und Audi fordern Überarbeitung des ADUO-Systems

FansBRANDS® Team |

Mattia Binotto, Teamchef bei Audi im Umfeld der Formula 1®, hat die FIA zu einer Überarbeitung des ADUO-Systems aufgefordert. Dieses System regelt die Möglichkeit von Power-Unit-Upgrades für Hersteller, die in der V6-Motorleistung hinter anderen zurückliegen. Binotto sieht das aktuelle Verfahren nicht mehr als zweckdienlich an und fordert Anpassungen, um die Chancengleichheit zu verbessern.

Das ADUO-System wurde eingeführt, um schwächeren Motoren zusätzliche Entwicklungsspielräume zu ermöglichen. Audi, als Neuling in der Königsklasse des Motorsports, profitiert von dieser Regelung, die es erlaubt, die Antriebseinheit gezielt zu verbessern. Dabei misst die FIA ausschließlich die Leistung des V6-Motors, um zu bestimmen, welche Hersteller Upgrades erhalten dürfen.

Mercedes gilt in der Saison 2026 als stärkster Motorenhersteller und hat durch das ADUO-System weitere Upgrades erhalten. Red Bull Ford Powertrains wurde als Referenzwert festgelegt und darf keine zusätzlichen Verbesserungen vornehmen, was von Red Bull kritisch gesehen wird.

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Binotto vermutet, dass einige Hersteller wie Mercedes oder Ferrari ihre Motoren absichtlich nicht vollständig ausreizen, um sich zusätzliche Entwicklungsspielräume zu sichern. Diese Strategie führt aus seiner Sicht zu Ungleichheiten bei der Vergabe von Upgrade-Tokens und könnte den Wettbewerb verzerren. Die FIA hält sich dabei an die Vorgaben der Hersteller, die V6-Leistung als Maßstab zu verwenden, was jedoch nicht alle Beteiligten als fair empfinden.

Die Regelung erlaubt umfassende Überholungen der Power Unit, obwohl nur die V6-Leistung zur Bewertung herangezogen wird. Dies führt zu einer Situation, in der Hersteller mit vermeintlich schwächerer Motorleistung durch Upgrades aufholen können, während andere Hersteller, die als Benchmark gelten, keine weiteren Anpassungen vornehmen dürfen.

Die Diskussion um das ADUO-System verdeutlicht die Herausforderungen bei der Balance zwischen technischer Entwicklung und sportlicher Fairness in der Königsklasse des Motorsports. Die Forderung von Audi und Mattia Binotto richtet sich darauf, das System so zu gestalten, dass es seinem ursprünglichen Zweck besser entspricht und keine Wettbewerbsverzerrungen entstehen.

Die aktuelle Debatte zeigt, wie komplex die Regulierung der Antriebseinheiten in der Formula 1® ist und wie wichtig eine transparente und faire Handhabung der Upgrade-Möglichkeiten für alle Hersteller bleibt. Die Anpassung des ADUO-Systems könnte ein Schritt sein, um die Chancengleichheit im Wettbewerb zu stärken.

Die Diskussion um das ADUO-System bleibt ein zentrales Thema im Umfeld der Formula 1®, da sie direkt die technische Entwicklung und die Wettbewerbsbedingungen beeinflusst.