Beim dritten Freien Training der Formel 1 in Japan lieferten die Mercedes-Piloten eine beeindruckende Vorstellung ab. Besonders auffällig war dabei der talentierte Youngster Andrea Kimi Antonelli, der mit einer packenden Bestzeit das etablierte Fahrerfeld überraschte. Das Team aus Brackley zeigte an diesem Samstagmorgen in Suzuka seine derzeit exzellente Form und unterstrich seine Ambitionen für das Rennen am Sonntag.
Die Session begann unter guten Bedingungen, das Wetter zeigte sich im Gegensatz zu den bisherigen Tagen freundlich und die Temperaturen waren angenehm für Fahrer wie Ingenieure. Schon früh nahm das Mercedes-Duo das Zepter in die Hand und bestätigte die guten Eindrücke aus den Trainingsvorbereitungen. Lewis Hamilton und George Russell setzten sich sofort an die Spitzengruppe, doch es war der junge Antonelli, der im Laufe der Session mit einer außerordentlich schnellen Runde beeindruckte. Sein Talent ist schon lange in Motorsportkreisen bekannt, aber dass er derart souverän die Bestzeit fährt, beeindruckte selbst erfahrene Beobachter.
Interessant war zudem das Setup der Mercedes-Autos. Die Ingenieure hatten in den letzten Wochen intensiv am Auto gearbeitet, es gab einige kleine, aber effektive Updates am Frontflügel und im Unterbodenbereich. Diese technischen Verbesserungen ermöglichten es den Fahrern, das Vertrauen ins Fahrzeug enorm zu steigern und die Grenzbereiche des Autos besser auszuloten. Auch in den Longruns zeigte sich: Mercedes bewegt sich aktuell auf Augenhöhe mit den bisherigen WM-Rivalen von Red Bull und Ferrari. Besonders Antonelli überzeugte in unterschiedlichen Streckenabschnitten mit konstanter und fehlerfreier Performance.
Während der Session nutzten auch andere Teams jede Gelegenheit zum Testen. Ferrari versuchte an diesem Wochenende, mit einer anderen Flügeleinstellung mehr Topspeed auf der langen Geraden zu generieren, hinkte aber bei der Abstimmung über die einzelnen Sektoren noch leicht hinterher. Charles Leclerc und Carlos Sainz konnten sich zwar im Mittelfeld behaupten, fanden jedoch nicht den nötigen Rhythmus, um mit den Mercedes-Piloten mitzuhalten. Red Bull, in dieser Saison bislang dominierend, wirkte in FP3 auffallend zurückhaltend. Max Verstappen und Sergio Perez spulten vor allem Longruns ab und wirkten, als wollten sie ihre Karten für das Qualifying noch nicht aufdecken.
Für viele Fans besonders erfreulich: In Suzuka kehrte dank gut gefüllter Tribünen echtes Rennfeeling ein. Die treuen japanischen Zuschauer feiern seit jeher die Formel 1, ihre Begeisterung war bereits vor den Toren der Strecke zu spüren. Antonelli wurde nach seiner Bestzeit von italienischen und japanischen Fans gleichermaßen bejubelt – eine Szene, die wohl auch dem Teamchef Toto Wolff ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Mercedes schickt mit dieser gelungenen Generalprobe ein klares Signal in Richtung Qualifying und Rennen. Sollte es gelingen, die aktuelle Pace zu konservieren, erscheint ein Doppelsieg beim Großen Preis von Japan nicht mehr unmöglich.
Im Hintergrund laufen natürlich überall strategische Überlegungen: Reifenverschleiß, Renntaktik und die berühmte Suzuka-Wetterprognose. Ein Regenschauer könnte für zusätzliche Spannung sorgen, aber aktuell scheint Mercedes für jede Herausforderung gewappnet. Besonders die Harmonie im Team fällt auf: Antonelli bringt frischen Wind, Hamilton agiert als erfahrener Mentor und Russell vervollständigt das Trio mit konstanter Leistung. Es sieht so aus, als könnte Mercedes auch 2024 wieder ein gehöriges Wörtchen im Titelkampf mitreden. Formel 1-Fans dürfen gespannt auf das weitere Rennwochenende in Japan blicken – Spannung und packende Action sind garantiert!